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Biologie

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Titel: Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Konstanz

28.11.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat mit Beschluss vom 22. November 2011 den Sonderforschungsbereich (SFB) 969 „Chemical and Biological Principles of Cellular Proteostasis“ an der Universität Konstanz bewilligt. Der neue SFB, der zwischen den Fachbereichen Chemie und Biologie angesiedelt ist und bereits zum Januar 2012 seine Arbeit aufnehmen wird, befasst sich thematisch mit dem Konzept der „Proteostase“. Mit Mitteln der Exzellenzinitiative wurde der Forschungsansatz an der Universität Konstanz zunächst als Forschungsinitiative „Interdisciplinary Research Center Proteostasis“ mit einer Anschubfinanzierung auf den Weg gebracht und mündet nun in einem neuen Sonderforschungsbereich.

Der Begriff „Proteostase“ beschreibt grundlegende chemische und biologische Prozesse, die miteinander vernetzt sind und als Einheit die zellulären Aktivitäten von Proteinen in Raum und Zeit kontrollieren. Der SFB, der zunächst für vier Jahre mit 7,5 Millionen Euro gefördert wird und bis zu zwölf Jahre forschen soll, hat sich zum Ziel gesetzt, die komplexen Prozesse der Proteostase in neuen interdisziplinären Ansätzen zu analysieren. Es soll untersucht werden, wie funktionstüchtige Proteine hergestellt werden und wie die dynamische Anpassung der Proteinaktivitäten an bestimmte Umweltbedingungen funktioniert. Es wird auch erforscht werden, wie Proteine kontrolliert abgebaut werden und wie es zu Fehlfunktionen in diesen Prozessen kommt, die zu Krankheiten führen können. Langfristiges Ziel ist es, durch die Analyse der einzelnen Prozesse und Mechanismen, das übergeordnete regulatorische Netzwerk der Proteostase zu verstehen und gezielt eingreifen zu können, um Störungen zu verhindern. Damit widmet sich der SFB 969 auf nationaler und internationaler Ebene thematisch und konzeptionell einem hochaktuellen Forschungsfeld in den Lebenswissenschaften.

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