Klinische Psychologie und
Klinische Neuropsychologie

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Reinhart Koselleck-Projekt "Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft"

‘‘In der Ferne höre ich Schreie und Schüsse und mein Kopf wird immer kleiner und mein Körper wird immer größer. Ich möchte töten; ich weiß nicht, warum. Ich möchte einfach nur töten ...’’

Uzodinma Iweala ‘‘Beasts of no Nation’’, Seite 58.

 

Seit jeher zählen Gräueltaten, Mord und die Vernichtung konkurrierender Gruppen zum Verhaltensrepertoire des Menschen. Der Kampf um Ressourcen und Macht oder die Abwehr einer Bedrohung stehen meist am Anfang von Gewalthandlungen. Doch was führt regelmäßig zu einer Eskalation von Gewalt? Warum werden in Kriegs- und Krisenregionen auch unbeteiligte Menschen oft bestialisch gequält? Gibt es einen Lustgewinn am Leid anderer und welche Rolle spielt die Biologie? Warum träumt der Täter nicht schlecht von seinen eigenen Gewaltverbrechen? Und wie resozialisiert man einen ehemaligen Kombattanten, der die Lust am Töten in sich trägt? Diesen und anderen Fragestellungen widmet sich unsere Forschungsgruppe zur Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft.

 

Wir heißen Sie auf unserer Homepage herzlich willkommen und freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wir laden Sie zum Stöbern ein und hoffen, dass Sie auf den folgenden Seiten spannende Einblicke in das Themengebiet der appetitiven Aggression gewinnen, neue Forschungsimpulse für sich entdecken oder einfach nur Ihre eigene Jagdlust befriedigen können. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben sollten und Sie mehr Informationen wünschen, Interesse an einer gemeinsamen Forschungsarbeit haben oder uns Rückmeldung – ob positiv oder negativ - geben möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

 

Aktuelles

Abschlußarbeiten

Arbeitsgruppe

Laufende Forschungsschwerpunkte

Kooperationspartner

Fragebögen und Material zum freien Download

Publikationen und Kongreßbeiträge

StudienteilnehmerInnen gesucht

In der Presse

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Inhaltliche Ausrichtung

Das Forschungsprojekt zur Psychobiologie menschlichen Jagd- und Tötungsverhaltens setzt sich mit der menschlichen Lust an der Grausamkeit im Rahmen einer appetitiven Verarbeitung von Gewaltreizen auseinander. Das Ziel besteht einerseits darin, die Phänomenologie menschlicher Grausamkeit in Kriegs- und Krisengebieten mit empirischen wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, sowie andererseits den Ausdruck von Faszination an Gewalt im zivilen Kontext zu erfassen. Wir verfolgen dabei einen multidimensionalen Ansatz, um das Phänomen der „appetitiven Aggression“ möglichst umfassend verstehen zu können.

Wir definieren appetitive Aggression als das Ausüben von Gewalt oder das Zufügen von Leid mit dem Ziel, Vergnügen zu verspüren, welches durch die Gewaltreize ausgelöst wird. Um dies zu untersuchen, vernetzen wir empirische Feldforschung mit experimentellen Studien in unseren Forschungslaboren. Während sich unsere Feldforschung derzeit vornehmlich Gewalttätern und ehemaligen Kombattanten widmet, versuchen wir in den Laborstudien vor allem die biologischen und physiologischen Grundlagen der appetitiven Aggression zu erforschen. Wir konzentrieren uns bei allen unseren Studien darauf, appetitive Aggression im Zusammenspiel von biologischen, sozialen und psychischen Prozessen zu erfassen, wobei alle Studien höchsten wissenschaftlichen Standards für empirische Forschung gerecht werden.

Gruppensitzung ehemaliger Gewalttäter: Tobias Hecker und Katharin Hermenau diskutieren mit den jungen Männern, wie sie sich in der zivilen Welt eine Existenz aufbauen können.

Theoretischer Hintergrund der Forschungsfragestellung

Die menschliche Lust an der Grausamkeit ist ein Phänomen, das seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte beschrieben wird. Im Zuge der Entwicklung der Hominiden aus unseren vegetarischen Vorfahren entwickelte sich zunächst Jagdverhalten in Gruppen. Hierbei erlangte der erfolgreiche Jäger nicht nur einen evolutionären Vorteil durch den Zugang zu tierischen Proteinen, die für die Versorgung eines immer größer werdenden Gehirns essentiell waren, sondern er erlangte auch eine Vormachtstellung in seiner sozialen Gruppe.

Wir postulieren, dass das Jagdverhalten per se verstärkend und appetitiv werden musste, damit der erfolgreiche Jäger die Strapazen der Jagd und die massive Exposition mit grausamen Gewaltreizen auf sich nahm. Da das Überleben des Individuums an seine eigene Gruppe geknüpft ist, mussten sich zudem Kontrollmechanismen entwickeln, die eine unkontrollierte Expression der Lust an der Jagd unterbinden. Im Laufe der Evolution bildeten sich beim Menschen Gehirnzentren aus, die die komplexe Verhaltensregulation im sozialen Umfeld steuern. Somit bewegt sich der Mensch im zivilen Kontext im Gleichgewicht zwischen seiner biologischen Veranlagung grausames Verhalten abrufen zu können und sozial gelernten Hemmungen, die den Abruf kontrollieren. Menschliche Grausamkeit und Jagdlust kommt immer dann zum Vorschein, wenn moralische und gesellschaftliche Hemmungen wegfallen, beispielsweise in Kriegs- und Krisengebieten. Gewalt wird im Wettkampf um Ressourcen an den Mitgliedern der anderen Gruppe in einem Maß eingesetzt, wie es für die Lösung des eigentlichen Konflikts oft nicht notwendig wäre. Mitglieder der gegnerischen Gruppe werden auf brutalste Art und Weise gequält und getötet.

Doch auch außerhalb von Kriegsschauplätzen zieht Gewalt die Menschen in ihren Bann. Von Gladiatorenkämpfen in der Antike über öffentliche Hinrichtungen im Mittelalter bis hin zu Schaulustigen an Unfallorten heutzutage fesselt menschliches Leid die Massen. Doch auch wenn dieses Phänomen seit jeher bekannt ist, gibt es kaum empirische Forschung, die systematisch die Lust an der Grausamkeit erforscht. Dieser Aufgabe hat sich unsere Forschungsgruppe zugewendet, auch mit Hinblick darauf, nicht nur die Phänomenologie verstehen zu können, sondern auch Interventionsmethoden zu entwickeln, um appetitive Aggression eindämmen zu können.

 

Laufende Forschungsarbeiten

Außerhalb Deutschlands führen wir derzeit Feldstudien in Tansania, der Demokratischen Republik Kongo und in Burundi durch. Ein Schwerpunkt unserer Projekte umfasst die Entwicklung geeigneter therapeutischer Interventionen, die einen Abbau appetitiver Aggression zum Ziel haben. Da der Großteil ehemaliger Kombattanten ebenfalls eine Vielzahl traumatischer Ereignisse erlebt hat, findet die Einbindung der therapeutischen Arbeit in die Narrative Expositionstherapie (NET) statt.

Nachdem unsere bisherige Forschung schwerpunktmäßig mit jungen Männern und ehemaligen Kombattanten in Krisengebieten durchgeführt wurde, da wir bei diesen zunächst die höchsten Ausprägungen einer Faszination an Gewalt erwartet haben, was zur Erforschung der Phänomenologie essentiell ist, weiten wir derzeit unsere Arbeiten vor allem auf die Untersuchung von appetitiver Aggression in Zivilgesellschaften, bei Frauen und bei Kindern und Jugendlichen aus. Ebenfalls gehen wir der Frage nach, inwieweit sich eine Faszination an Gewalt zu grenznahen Konstrukten, wie beispielsweise Dominanz und Sadismus, verhält.

Neben der weiterführenden Untersuchung psychophysiologischer Maße im Labor und die Ausweitung der Laborstudien auf Anwendungen in der Feldforschung, widmen sich neuere Studien auch den epigenetischen Grundlagen appetitiver Aggression. Ebenfalls testen wir den Einsatz alternativer Datenerfassungssysteme, die bei der Erhebung großer Stichproben zum Einsatz kommen.

Ein Großteil unserer Studien entsteht dabei auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern.

 

Bisherige Forschungsarbeiten

Unsere Feldforschung bezieht sich bislang auf ehemalige und aktive Kombattanten und Gewalttäter. Hierzu zählen u.a. Guerilla-Kämpfer in Kolumbien, Rebellen aus der Demokratischen Republik Kongo, Genozidtäter aus Ruanda, Kindersoldaten aus Uganda und deutsche Weltkriegsveteranen. Um das Phänomen der appetitiven Aggression in diesen Populationen zu erfassen, entwickelten wir einen Fragebogen der an bislang über 2000 Probanden validiert wurde. Es zeigte sich, dass besonders ein junges Eintrittsalter bei einer bewaffneten Gruppierung als auch ein selbst gewählter Beitritt und eine häufige Gewaltausübung mit der Lust an Gewaltausübung zusammenhängen. Darüber hinaus untersuchten wir den Zusammenhang zwischen appetitiver Aggression und Traumatisierung durch Kampferfahrungen. Hierbei zeigte sich, dass sich eine appetitive Gewaltwahrnehmung protektiv auf die Entwicklung von Traumafolgestörungen auswirkt und sich ebenfalls begünstigend auf das psychosoziale Funktionsniveau auswirken kann.

Im Rahmen der Laborstudien haben wir bislang an der Entwicklung von Methoden zur Induktion von appetitiver Aggression im Laborsetting gearbeitet. Zu den eingesetzten Methoden zählten  gewalttätige Computerspiele und gesprochene Erzählungen von Gewalthandlungen. Appetitive Aggression wurde dabei nicht nur mit Hilfe von Fragebögen und Verhaltensmaßen erfasst, sondern ebenfalls durch neuroendokrinologische und hirnphysiologische Messungen.

Die detaillierten Ergebnisse bereits publizierter Studien können Sie den auf dieser Website gelisteten Publikationen  entnehmen.

 

Ausgewählte Publikationen

Die meisten Publikationen stehen zum freien Download zur Verfügung.

2013

Haer, R., Banholzer L., Elbert, T., Weierstall, R.: Analyzing the microfoundations of human violence in the DRC - intrinsic and extrinsic rewards and the prediction of appetitive aggression. Conflict and Health.2013, 7:11.; DOI: 10.1186/1752-1505-7-11; URL: www.conflictandhealth.com/content/7/1/11.

Hecker, T., Hermenau, K., Maedl, A., Schauer, M., & Elbert, T. (2013). Aggression inoculates against PTSD symptom severity – insights from armed groups in the eastern DR Congo. European Journal of Psychotraumatology4, 20070. doi:10.3402/ejpt.v4i0.20070. (www.eurojnlofpsychotraumatol.net/index.php/ejpt/article/view/20070)

Crombach, A., Weierstall, R., Schalinski, I., Hecker, T., & Elbert, T.: Social status and the desire to resort to violence - a study with former child soldiers of Uganda. Journal of Aggression, Maltreatment & Trauma, im Druck.

Weierstall, R., Hinsberger, M., Kaminer, D., Holtzhausen, L., Madikane, S., & Elbert, T.: Attraction to Cruelty Ameliorates Continuous Stress and Maintains Functioning – a Study on Former Young Offenders in Two Townships in South Africa. Peace and Conflict: Journal of Peace Psychology, im Druck.

Hecker, T., Hermenau, K., Maedl, A., Hinkel, H., Schauer, M., & Elbert, T.: Does Perpetrating Violence Damage Mental Health? Differences between forcibly recruited and voluntary combatants in DR Congo. Journal of Traumatic Stress, 26, 142-148. doi: 10.1002/jts.21770.

 

2012

Elbert, T., Hermenau, K., Hecker, T., Weierstall, R., & Schauer, M.: FORNET: Behandlung von traumatisierten und nicht-traumatisierten Gewalttätern mittels Narrativer Expositionstherapie. In J. Endrass, A. Rossegger, F. Urbaniok, B. Borchard (Hrsg.) Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern: Risk-Management, Methoden und Konzepte der forensischen Therapie. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

Hecker, T., Hermenau, K., Maedl, A., Elbert, T., & Schauer, M.: Appetitive aggression in former combatants - derived from the ongoing conflict in DR Congo. International Journal of Law and Psychiatry.

Weierstall, R., & Elbert, T.: Multifaktorielle Genese und Pathologie der Aggression. In J. Endrass, A. et al. (Hrsg.) Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern: Risk-Management, Methoden und Konzepte der forensischen Therapie.  Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

Weierstall, R., & Elbert, T.: Formen und Klassifikation menschlicher Aggression. In J. Endrass, A. Rossegger, F. Urbaniok, B. Borchard (Hrsg.) Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern: Risk-Management, Methoden und Konzepte der forensischen Therapie.  Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

Weierstall, R., Schalinski, I., Crombach, A., Hecker, T., & Elbert, T.: When combat prevents PTSD symptoms – results from a survey with former child soldiers in Northern Uganda. BMC Psychiatry, 12:41.

Weierstall, R., Huth, S., Knecht, J., Nandi, C. & Elbert, T.: Attraction to violence as a resilience factor against trauma disorders: Appetitive aggression and PTSD in German World War II veterans. PLoS ONE 7(12): e50891. doi:10.1371/journal.pone.0050891.

 

2011

Weierstall, R., & Elbert, T.: The Appetitive Aggression Scale. European Journal of Psychotraumatology. 2, 8430 - DOI: 10.3402/ejpt.v2i0.8430.

Weierstall, R., Schaal, S., Schalinski, I., Dusingizemungu, J.P., & Elbert, T.: The thrill of being violent as an antidote to posttraumatic stress disorder in Rwandese genocide perpetrators. European Journal of Psychotraumatology, 2, 6345 - DOI: 10.3402/ejpt.v2i0.6345.

 

2010

Elbert, T., Weierstall, R., Schauer, M.: Fascination Violence: on Mind and Brain of Man Hunters. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, 206, 100–105, 2010.

 

Kongressbeiträge

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Kongressbeiträgen:

2012

Weierstall, R., Hinsberger, M., Holtzhausen, L., Kaminer, D., Madikane, S., & Elbert, T.: Adaptation to a cruel environment-Appetitive Aggression and its relation to trauma spectrum disorders, EFCAP, Berlin, Germany, 2012.

Hecker, T., Hermenau, K., Schaal, S., Maedl, A., &. Elbert, T.: Täter oder Opfer? Behandlungsansätze bei ehemaligen Kindersoldaten im Ostkongo. In R. Weierstall (Chair): Die Angst der Psychologen vor dem Täter. Symposium auf dem 48. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Bielefeld, Germany, 2012.

2011

Hecker, T., Hermenau, K., Maedl, A., Elbert, T., & Schauer, M.: Fascination of violence - derived from the ongoing conflict in DR Congo. Vortrag, XVI. Workshop Aggression, Marburg, Germany, 2011.

Hermenau, K., Hecker, T., Maedl, A., Schauer, M., & Elbert, T.: Growing up in armed groups in DR Congo. Poster, XVI. Workshop Aggression, Marburg Germany, 2011.

Weierstall, R.: Faszination cruelty. International symposium for forensic psychiatry, FOTRES, Zurich, Switzerland, 2011.

2010

Weierstall, R., Schaal, S., Schalinski, I., & Elbert, T.: The attraction to violence as an antidote to trauma-related mental illness? ISTSS, Montreal, 2010.

 

Kooperationen

Bambonje, Manassé, Professor Dr., Department of Psychology, Université Lumière de Bujumbura, Burundi.

De Quervain, Dominique, Professor Dr., Division of Cognitive Neuroscience, Universität Basel.

Deussen, Oliver, Professor Dr., Arbeitsgruppe Computergrafik und Medieninformatik, Universität Konstanz.

Dusingizemungu, Jean-Pierre, Professor Dr., Department of Psychology, Butare University, Rwanda.

Endrass, Jerome, Professor Dr., Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich.

Liebrecht, Martin, Dipl.-Inf., Institut für Datenbanken und Informationswissenschaften, Universität Ulm.

Meyer, Axel, Pofessor Dr., Fachbereich Biologie, Universität Konstanz, Deutschland.

Nkuzimana, Gérard, Professor Dr., Rektor der Université Lumière de Bujumbura, Burundi.

Ovuga, Emilio, Professor of Psychiatry and Mental Health, Faculty of Medicine, Gulu University, Uganda.

Papassotiropoulos, Prof. Dr. Andreas, Abteilung für Molekulare Neurowissenschaften. Universität Basel.

Prüss, Rüdiger, Dipl.-Inf., Institut für Datenbanken und Informationswissenschaften, Universität Ulm.

Radtke, Karl, Dipl.-Bio., Fachbereich Biologie, Universität Konstanz, Deutschland.

Reichert, Manfred, Professor Dr., Institut für Datenbanken und Informationswissenschaften, Universität Ulm.

Rosegger, Astrid, Dr., Psychiatrisch-Psychologischer Dienst (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich.

Urbaniok, Frank, Professor Dr., Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich.

Vukojevic, Vanja, Dipl.-Psych., Abteilung für Molekulare Neurowissenschaften, Universität Basel.

 

Material

Im Folgenden stehen Ihnen von uns entwickelte Instrumente sowie entsprechendes Begleitmaterial zum freien Download zur Verfügung.

Skala zur Erfassung appetitiver Aggression bei Probanden mit Kampferfahrung/schweren Gewaltdelikten (Appetitive Aggression Scale; AAS, Weierstall & Elbert, 2011)

Die Appetitive Aggressions Skala wurde bereits bei über 2000 Probanden eingesetzt und erfasst das Ausmaß appetitiver Aggression anhand von 15 Items. Sie zielt vor allem auf den Einsatz bei Kombattanten oder bei solchen Populationen ab, die mitunter schwere Gewaltverbrechen verübt haben oder diesen ausgesetzt waren. Sie kann im Rahmen von klinischen Interviews eingesetzt werden.

Die AAS steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Alle hier aufgelisteten Versionen wurden mit Hilfe von Hin- und Rückübersetzungen und durch Muttersprachler übersetzt und entsprechend bereits im klinischen Kontext validiert. Sollten Sie das Instrument in einer Ihrer eigenen Studien einsetzen wollen, würden wir uns hierüber sehr freuen und stehen Ihnen bei Rückfragen selbstverständlich sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite. Sollte das Instrument in Ihrer benötigten Sprache nicht aufgeführt sein und Sie eine offizielle Version erstellen wollen, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir würden uns sehr freuen, Ihre Version mit einer entsprechenden Verlinkung zu Ihrer Arbeitsgruppe und Ihren Forschungsarbeiten auf unserer Webseite zur Verfügung zu stellen.

Zusätzlich steht für die AAS ein Scoring-Manual zur Verfügung, dass zur Schulung von Interviewern eingesetzt werden kann und zur Sicherung der Testgüte dient.

 

Skala zur Erfassung appetitiver und erleichternder Aggression zum Einsatz bei Zivilpersonen (Appetitive and Facilitative Aggression Scale; AFAS, tba, 2012)

Bei der AFAS handelt es sich um einen Fragebogen, der beide Aggressionsformen, nämlich die appetitive und die erleichternde Aggression, erfasst und im Gegensatz zum AAS für den zivilen Kontext entwickelt wurde und sich auf Alltagssituationen bezieht. Sie wurde bereits an über 1100 Probanden validiert und kann im Rahmen von klinischen Interviews als auch als Selbstauskunftsbogen eingesetzt werden.

Die AFAS steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Alle hier aufgelisteten Versionen wurden mit Hilfe von Hin- und Rückübersetzungen und durch Muttersprachler übersetzt und entsprechend bereits im klinischen Kontext validiert. Sollten Sie das Instrument in einer Ihrer eigenen Studien einsetzen wollen, würden wir uns hierüber sehr freuen und stehen Ihnen bei Rückfragen selbstverständlich sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite. Sollte das Instrument in Ihrer benötigten Sprache nicht aufgeführt sein und Sie eine offizielle Version erstellen wollen, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir würden uns sehr freuen, Ihre Version mit einer entsprechenden Verlinkung zu Ihrer Arbeitsgruppe und Ihren Forschungsarbeiten auf unserer Webseite zur Verfügung zu stellen.

  • AFAS_Deutsch.pdf
  • AFAS_English.pdf
  • AFAS_Swahili.pdf (werden noch verlinkt)

 

AKTUELLES

Unsere Arbeitsgruppe auf dem DGPS-Kongress (14.09.2012)

Beim diesjährigen DGPS Kongress in Bielefeld ist unsere Arbeitsgruppe mit einem eigenen Symposium vertreten. Zusammen mit spannenden Beiträgen von Wissenschaftlern der Universitäten Basel, Flensburg und Frankfurt gehen wir der Frage nach, warum die Aggressionsforschung trotz Ihrer hohen Relevanz noch immer nicht alle Fragestellungen offen angeht und in welchen Forschungsfeldern aktuell entscheidende neue Erkenntnisse gewonnen wurden. Nähere Informationen gibt es unter dem folgenden Link: dgpskongress.de.

 

StudienteilnehmerInnen gesucht:

Wir suchen Ihre Aufgabe Wir bieten Kontakt

Jungen im Alter zwischen 7 und 10 Jahren, die mit einem Elternteil zusammen an einer Befragung teilnehmen

Wir interessieren uns für das Streit- und Konfliktverhalten des Kindes Vergütung: € 10,00 für 45 Minuten

elisa.helms@uni-konstanz.de;

lily.stamatescu@uni-konstanz.de