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Räumliche und institutionelle Koordination von Doppelkarrieren

Projektleitung

  • Prof. Dr. Thomas Hinz, Universität Konstanz

Projektmitarbeiterin

  • Eva Amorelli, Universität Konstanz

Projektkooperation

  • Katrin Auspurg, Universität Konstanz

Förderung

  • Exzellenzinitiative, dritte Förderlinie, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Zusammenfassung der ersten Ergebnisse

 

Konzeption und Durchführung der Datenerhebung

 

Projektziel

Für Partnerschaften, in denen beide Partner hochqualifiziert sind und jeweils eigene Karrieren anstreben, bietet ein Standort selten langfristig für beide optimale Erwerbsoptionen. Dies gilt insbesondere für wissenschaftliche Karrieren, da sie ein besonders hohes Ausmaß an regionaler Flexibilität erfordern. Soll ein gemeinsamer Haushalt aufrechterhalten werden, bezahlt dies in der Regel einer der Partner mit beruflichen Abstrichen. Gut belegt ist, dass solche Kompromisse vor allem von Wissenschaftlerinnen eingegangen werden, was als ein wesentlicher Grund für ihre geringere Repräsentanz in statushohen Positionen gilt. 

Das Projekt versucht die zugrunde liegenden Abwägungen mittels einer Analyse der (räumlichen) Abstimmungsprozesse von Partnerschafts- und Karriereverläufen zu untersuchen. Anhand des Dilemmas der räumlichen Koordination von Karrieren werden die Strategien bei der Verfolgung von zwei Partnerkarrieren und die hierbei gegebenen Einflussmöglichkeiten von Hochschulen geprüft (z.B. Angebote im Bereich Job-Sharing und Kinderbetreuung). Zentrale Fragen sind:

  • Wie werden Karrieren in Partnerschaften (räumlich) koordiniert?
  • Wie verändert sich die Gewichtung der beidseitigen Karrieren im Zeitverlauf?
  • Welche Relevanz haben dabei die einzelnen institutionellen Merkmale von Hochschulen?
  • Inwiefern bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede?


Das Projekt wird finanziert aus Mitteln der Exzellenzinitiative (3. Förderlinie). Die Universität Konstanz ist Initiator und Hauptträger des "Modellprojekts Baden-Württemberg", dessen Ziel es ist, Unterstützungsmaßnahmen für Doppelkarrierepaare zu entwickeln und zu implementieren. Die Erkenntnisse des Forschungsprojektes "Räumliche und Institutionelle Fördermöglichkeiten von Doppelkarrieren" sollen dabei in die Konzipierung und Evaluierung des an der Universität Konstanz angesiedelten Förderprogramms einfließen.

Arbeitsprogramm

Die geplante Forschung sieht eine CAPI-Befragung von ca. 200 Doppelkarrierepaaren zu ihren beruflichen und partnerschaftlichen Arrangements sowie räumlichen Karriereentscheidungen vor. Hierbei wird unter anderem mit neueren experimentellen Befragungsmethoden ("Faktorieller Survey" bzw. Vignettenanalyse) gearbeitet. Mindestens einer der Partner sollte in der Wissenschaft tätig sein. Ebenso wird eine Online-Befragung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ohne Lebenspartner angestrebt. Mit einer zweiten Befragungswelle nach ca. 1,5 Jahren wird geprüft, welche Veränderungen des Partnerschaftsarrangements im Zeitverlauf zu beobachten sind und welche Merkmale der Hochschule dabei eine Rolle spielen.