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The Epistemology of Thought Experiments and Counterfactual Conditionals

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PI: Prof. Dr. Tobias Rosefeldt, Department of Philosophy, Humboldt University, Berlin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Daniel Dohrn

 

 

Obwohl Gedankenexperimente in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere in der Philosophie gerne als Rechtfertigungsquelle eingesetzt werden, scheinen sie aus mindestens zwei Gründen epistemologisch problematisch: Erstens ist schwer zu verstehen, wie man überhaupt Wissen über die in solchen Experimenten erwogenen, nicht-wirklichen Szenarien haben kann; zweitens ist unklar, ob man sich nicht bei vielen Gedankenexperimenten in den Bereich unseriöser Spekulationen verirrt. In diesem Projekt sollen diese beiden Probleme auf neue Weise untersucht werden, indem das mit Gedankenexperimenten im Erfolgsfall verbundene Wissen als Sonderfall des Wissens von der Wahrheit kontrafaktischer Konditionale verstanden wird. Durch die Rückführung der Epistemologie von Gedankenexperimenten auf diejenige der Bewertung kontrafaktischer Konditionale soll besser verständlich werden, welche kognitiven Vermögen für unser Wissen über die erwogenen nichtwirklichen Szenarien zentral sind. Insbesondere soll geklärt werden, wie das Wissen von der Wirklichkeit und unsere Fähigkeit zur Simulation nicht-wirklicher Szenarien dabei zusammenspielen. Auf der Grundlage des Zusammenhangs zwischen Gedankenexperimenten und kontrafaktischen Konditionalen lassen sich auch die Normalitätsbedingungen, denen sinnvolle Gedankenexperimente unterliegen, besser verstehen. Im Projekt sollen diese Punkte vornehmlich für Gedankenexperimente und kontrafaktisches Denken aus den an der Gruppe beteiligten Disziplinen Geschichte, Biologie, Literaturwissenschaft und insbesondere der Philosophie untersucht werden.